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Auftaktveranstaltung in Greiz

Zur Auftaktveranstaltung in Greiz fanden zwei Fachvorträge und eine Diskussionsrunde mit geladenen Gästen statt. Dr. Andreas Kallert, Politikwissenschaftler an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, referierte zum Konzept gleichwertiger Lebensverhältnisse. „Es gibt Studien, die zeigen, dass der Abstand zwischen den Lebensverhältnissen in der Peripherie und zentralen Orten anwächst“, konstatiert Kallert. Es brauche mehr demokratische Teilhabe der Bevölkerung, um die Bedürfnisse anzupassen.“ Den zweiten Vortrag hielt Prof. Dr. Barbara Schönig, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, zu Faktoren und Handlungsebenen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse. „Es ist eine Frage der Lebensgerechtigkeit. Menschen fühlen sich von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen“, so Schönig. Man spreche oft von Defiziten im ländlichen Raum. Thüringen besteht aber zu 90 Prozent aus dem, was man als „ländlichen Raum“ definiert und auch hier sind kleinere Städte angesiedelt. „Es gibt eine einzigartige räumliche Struktur, deshalb müssen Stadt und Land mehr differenziert werden“, ist die Staatssekretärin der Ansicht.

Steffen Dittes

Einführung von Steffen Dittes, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Thüringer Landtag, zum Thema Gleichwertige Lebensverhältnisse.

Dr. Andreas Kallert

Dr. Andreas Kallert, Politikwissenschaftler an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, zum Konzept gleichwertiger Lebensverhältnisse.

Prof. Dr. Barbara Schönig

Prof. Dr. Barbara Schönig, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, zu Faktoren und Handlungsebenen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Thüringen.


 

Steffen Dittes und Anja Müller im Gespräch

„Mit den Menschen sprechen und die Herzen aller erreichen.“

Mit der Kampagne „Thüringen. Überall gleich gut.“ startet die Linksfraktion im Thüringer Landtag eine intensive politische Auseinandersetzung, welche das Ziel verfolgt, ein thüringenspezifisches Konzept zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse weiterzuentwickeln.

Mit dem Konzept soll ein Wegweiser für den Aufbau flächendeckender und ausreichender Strukturen an kulturellen, sozialen, medizinischen, bildenden und ökonomischen Angeboten in den Städten und auf dem Land erarbeitet werden. Denn beide Räume bedingen sich untereinander. Deshalb ist es wichtig, Stadt und Land nicht gegeneinander zu diskutieren, sondern beides miteinander. Anja Müller, Sprecherin für Demokratie, hat gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Steffen Dittes über die Kampagne gesprochen. „Es geht nicht darum, den Leuten in der ländlichen Region vorzuschreiben, so zu leben, wie in der Stadt. Wir wollen aber einzelne Unterschiede anschauen und sie gemeinsam diskutieren.

Die Diskussion soll mit Hilfe von Expertinnen und Experten stattfinden, die sich in diesen Bereichen auskennen“, erklärt Steffen Dittes. So müsse jede Bewohnerin und jeder Bewohner in Thüringen sicher sein können, dass der Arzt oder die Ärztin auch in kürzester Zeit da sein kann. „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ heißt nach Meinung der Fraktion DIE LINKE aber auch den Zugang zur Verwaltung, zu Informationen oder zu Dienstleistern des Staates erhalten zu können. So ist nach Vorstellung der Fraktion auch möglich, dass die Aufgaben in einem Landkreis innerhalb der Gemeinden aufgeteilt werden.

Anja Müller weist darauf hin, dass die Hälfte der Abgeordneten der Fraktion auf dem Dorf und die andere Hälfte auf dem Land lebe. Die Verbindung zum Kampagnenthema sei daher von jedem und jeder auch Teil der persönlichen Alltagswelt. „Wir möchten gemeinsam mit den Menschen sprechen und die Herzen aller erreichen“, so die Abgeordnete. Steffen Dittes stimmt zu und betont, dass der Fokus nicht darauf liegen soll, was alles nicht gehe. „Sondern wir wollen mit den Menschen über ihre Ideen sprechen.“

Das Thema beinhaltet viele Facetten, die in Beziehung zueinander gebracht werden müssten. „In Thüringen konnte schon vieles erreicht werden, manches muss sich noch ändern. Es ist ein Entwicklungsprozess und diesen Weg wollen wir gemeinsam mit den Thüringerinnen und Thüringern gehen.“

 

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